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Die deutsche Gasmangel-Lage und die gütige Vasilisa

Von Wilfried Schuler 

In der Mythologie vieler Nationen gibt es Heilige. Fast immer aus der Religion hervorgegangen. Selbstverständlich kennt jeder den Heiligen Nikolaus, der Naschwerk in die Socken der Kinder stopft. Wer achtet schon darauf, dass zu Lebzeiten des Bischofs von Nicäa um das Jahr 300 Strümpfe ein Luxusartikel waren, arme Kinder besaßen so etwas gar nicht. 

Nach der Überlieferung war Nikolaus in der Tat eine mildtätige Seele und verschenkte schon in jungen Jahren sein ererbtes Vermögen an die Bedürftigen. Er konnte aber auch anders. Auf dem Konzil von Nicäa soll er seinen Widersacher Arius geohrfeigt haben, weil der seine Meinung über die Trinität nicht teilte. Die Ambivalenz gut böse hat sich offensichtlich in der Überlieferung selbstständig gemacht und wurde in die Rolle des Knecht Ruprecht ausgelagert. Nikolaus gilt, ungeachtet dieser Entgleisung, als mildtätiger, guter Heiliger. Einer für die Bedürftigen. 

Man sollte sich allerdings vor dem Irrtum hüten, dass alle Heiligen dieser Gruppe angehörten. Meist waren die alten Heiligen zu ihren Lebzeiten hohe überernährte Kirchenbeamte und lebten im Luxus. Das Nehmen war ihnen seliger als das Geben. Kamen sie wie Martin, der spätere Bischof von Tours, der als der Soldat bekannt wurde, der seinen Mantel teilte, aus anderen Gruppen, so wurden sie später meist von der Heiligen Römischen Kirche aufgenommen und angepasst. Geistig und auch körperlich

Klassisch einer der größten Kirchenlehrer aller Zeiten, der heilige Augustinus von Hippo, 354-430. Er war so heilig, dass selbst seine Mutter als heilige Monica in die Geschichte eingehen musste. Obwohl er in seinen jungen Jahren einen recht lockeren Lebenswandel führte, stieg er später zu einem der größten Kirchenlehrer auf. Von ihm ist die Erkenntnis überliefert, dass man sich um todgeweihte junge Soldaten nicht sorgen sollte. Sie müssten eines Tages ohnehin sterben. Das wäre ein passabler Heiliger für die NATO. Wäre er nicht seit 1600 Jahren tot, würde der Bundestag ihn in die kommende Enquete zu Corona-Aufarbeitung einberufen. 

Eine andere Art von Heiligen

Wenn man diese Luxusheiligen für die oberen Zehntausend nicht weiter beachtet, sondern sich von deren Hollywood Aufmachung abwendet, findet man andere Figuren. Einfach Erscheinungen die man, eine Nummer kleiner, als gütig bezeichnet. Der Unterschied besteht darin, dass Erzschurken später von anderen Schurken zu Heiligen ernannt werden können. Die inhärente Eigenschaft der Güte aber ist göttlich. Niemand kann diese Gabe huldvoll verleihen.

Schon im alten Russland flehten die hungrigen Kinder nachts auf ihrem Strohsack die Gütige Vasilisa um genug Brot für den nächsten Tag an. Das fahrende Bettelvolk auf der Landstraße betete in ihrem Namen um Schutz vor den Wölfen im Winter. Die Kesselflicker und Scherenschleifer rechneten mit ihrem Beistand vor den Wachhunden der Landbesitzer. Sie hielt auch ihre Hand über die armen Bauern und tat was sie konnte, was allzu häufig nicht ausreichte, um die Habgier und die Bösartigkeit der Landbesitzer zu besänftigen.

Die gütige Vasilisa ist eine nicht fassbare Erscheinung. Sie gab im Winter 1812 den Bauern, die froh waren davon gekommen zu sein, die Idee ein, einen halbtoten Franzosen aus der eisigen Beresina zu ziehen. Sie war dafür verantwortlich, wenn 1943 ein vergessener Verwundeter, noch in der Uniform der Peiniger, in einer Scheune überleben durfte und nicht erschossen, sondern verbunden wurde. Für Sie existieren nur Menschen, keine Nationen.

In einer Welt, wo eine Luxusklasse die Entmenschlichung, die Verdummung und die Verrohung der unteren Schicht im großen Stil betreibt, kämpft die Gütige Vasilisa dagegen an. Nationen-übergreifend. Auch heute noch.

Die größte Tat der gütigen Vasilisa

Niemand weiß es. Er selbst hat es keinem Menschen erzählt. Ob er selbst es bemerkt hat? Er hat es nie jemandem je gesagt. Eines Nachts in den 1980er Jahren, als Michail Gorbatschow über seinen Büchern saß, sorgenschwer über das Kriegsgedröhn eines ehemaligen Schauspielers, tat er Vasilisa leid. Sie bemerkte, dass er ein guter Mensch war. Arglos. Sie nahm sich seiner an. Das Unglaubliche geschah. Sie beseelte ihn mit Ideen und Gedanken die keiner je auch nur zu denken gewagt hätte. Sie war bei den Gesprächen um ihn. Mit ihrer Seele und ihrer Klugheit bedacht, ließ er der anderen Seite keinen Ausweg und erzwang den Frieden. Wobei sich bald zeigte, dass einige westliche Parteien im Geheimen immer noch eine wenig friedliche Gesinnung pflegten. Aber, das Volk wollte Frieden, vor allem, weil gewiefte PR Agenturen ihm eine Friedensdividende versprochen hatten. So kam er denn, der Frieden, Tränen, Blumen, Städte- Partnerschaften. Männer Freundschaften, Gelübde ohne Ende. 

Aber eine Weisheit hat sie ihrem Schützling leider nicht vermitteln können, weil auch ihre Klugheit an Grenzen stieß.

„Wenn man großzügig und ehrlich ist, kann es fatal enden, es von allen anderen auch zu erwarten“ 

Wenn man heute das Gift spürt, den Hass und den widerlich dummen Hochmut, die einem aus jedem ARD oder ZDF Kanal entgegenschlagen, schnürt einem das Grauen die Kehle zu. Man versteht, dass der Bürgermeister von Rostov, eigentlich ein sehr netter und umgänglicher Mann, an Putin schreibt und um einen zerschossenen Leopard für den Marktplatz bittet. Er weiß, dass in diesem Panzer junge Männer im Alter seines Sohnes gestorben sind. Aber der Hass hat auch seine Seele vergiftet. Es ist zum Heulen. Die Virulenz des Hasses übertrifft jeden Virus und jedes Bakterium. Keine Regierung in der westlichen Welt hat je einen Lockdown dagegen ausgesprochen, im Gegenteil. NATO Granden versprühen das Gift mit der Feuerwehrspritze, und Verteilen Preise an die, die das am besten können. Selbst die für Humor zuständigen Karnevalisten sind von den  giftigen Dämpfens des Nitroglycerins benebelt und haben die närrischste aller Narrenprinzessinnen gewählt.

Der neue Frieden ab 1990 ist nicht von Dauer

Er begann damit, dass sogenannte US Berater die russische Industrie ruinierten und sich selbst die Taschen füllten. Ein mit Alkohol Eskapaden in den USA erpresster Präsident Jelzin. Die Erschaffung der Oligarchen durch die USA. Sekunden vor zwölf kam Putin und verhinderte den endgültigen Ausverkauf. Mit der Inhaftierung Chodorkowskis wurde Putin für die Wall Street zur Unperson. Die diversen Farben Revolutionen in Kiew trugen schon das Siegel eines verdeckten Kalten Krieges. Unsäglich der deutsche Beitrag hierzu, als die zu Recht verurteilte Verbrecherin Julia Timoschenko, die berüchtigte „Slawen Barbie“, im Krankenhaus angeblich ungenügend therapiert wurde. Fast wurde die Fußball EM gekippt. Merkel nutzte die Gunst der Stunde, um zu intrigieren. Der Ostzonen Jesus aus Rostock weinte bittere Tränen und führte seinen Hass spazieren. Merkel baute 2012 den Boxer für höhere Weihen in der Politarena in Kiew auf. 

Nachdem Merkel im Sommer 2024 ohne Not zugegeben hat, dass Sie beim Minsk 2 Abkommen betrogen hat und das ohne Not kaltlächelnd einem Reporter auf die Nase band, fragt man sich, für wen Steinmeier im Februar 2014 in Kiew als „ehrlicher“ Makler verhandelt hat. Ob Vasilisa je versucht hat Merkel mit Güte und Vernunft zu beseelen? Wahrscheinlich hat sie verzweifelt aufgegeben. Als sie es bei Baerbock mit Vernunft und bei Strack Zimmermann mit Güte versucht hat, musste sie nach einem Nervenzusammenbruch aufgeben. Man kann dem Himmel danken, dass sie sich nicht an Habeck gewagt hat. Wenn selbst Götter gegen Dummheit vergeblich kämpfen, sind einer Fee erst recht Grenzen gesetzt.

Wer hat die Güte und die Freundschaft, die Vasilisa gesät hat, in Hass verwandelt? 

Was wurde nach diesen traumatischen Erlebnissen der letzten Jahre aus Vasilisa? Hat sie den gewaltigen Frust überwunden? Hat sie Opfern im Donbass geholfen? Obdachlosen in den Städten? Zu ihrem eigenen Wohl, kann man ihr nur wünschen, dass sie sich seitdem von Politikern fernhält, die bereits von andern Geistern okkupiert sind. Es wäre traurig und ein großer Verlust, wenn sie sich bei solchen Versuchen in einer Schwefelwolke auflösen würde. 

Eine Meldung aus der Prawda

Auszug aus den Tagesrapport des XX. Polizeireviers Roter Platz vom 25.2.2025 Schichtwechsel 6:00

Auf ihrem Streifengang in der Moskauer Innenstadt inspizierten die beiden Hauptwachmeister Fjodor Petrow und Andrej Timoverow am Abend des 24. Februar um 23:45 eine Gebüschgruppe in der Nähe der Patriarchen Teiche. Diese Stelle ist dafür bekannt, dass dort gelegentlich Betrunkene anzutreffen sind. Bei leichtem Schneetreiben und minus -11°C wollten die langjährig erfahrenen Beamten sich nicht dem Vorwurf aussetzen, dass sie einen Erfrorenen zu verantworten hätten und machten den kleinen Umweg. Unter einer Bank lag etwas, das Petrow für eine Teppichrolle hielt und dagegentrat. Es war ein Mensch. Glücklicherweise konnten sie eine Streife aus dem Nachbarbezirk benachrichtigen, die nach 5 Minuten eintraf. Bei der Person handelte es sich um einen Mann, Mitte der sechzig. Nicht besonders groß. Gut gekleidet. Es gelang den Beamten im Streifenwagen ihn aufzuwecken. Er war nicht betrunken und wollte sprechen. Einer der Beamten, der aber nur wenig Deutsch versteht, meinte die Worte „Nord Stream“ und „Reparatur“ verstanden zu haben. Leider wurde der Mann dann wieder von seiner Schwäche überwältigt.

25.02.2025 Schichtwechsel 12:00

Die gestern 23:45 hilflos aufgefundene Person traf um 00:5 in der Klinik ein. Die Wärmetherapie wurde unverzüglich begonnen. Laut Stand heute 6:00 ist der Zustand zufriedenstellend. Es besteht keine Lebensgefahr. Die Person ist nicht kontaktfähig.

Im Laufe des Vormittags meldeten sich Bürger bei der Wache und berichteten von einer männlichen Person, die gestern Abend auf dem Roten Platz den Weg zur Wohnung von Putin erfragen wollte. Da der Mann auch ein auffällig täppisches Gehabe zeigte und bei dichtem Schneetreiben statt einer Pelzmütze eine Badekappe trug, befürchteten die Zeugen einen Fernsehscherz und gingen nicht auf die ohnehin absurde Frage ein. Einige Zeugen meinten, sie hätten den Mann auch schon in den Nachrichten gesehen. Einmal soll er zum Abschluss einer eher nichtssagenden emotionslos vorgetragen Rede, im gleichen Tonfall „Slava Ukraini“ gesagt haben. Dieses alberne Gehabe bestärkte die Zeugen in ihrer Annahme, dass hier Scherz getrieben werden sollte. Sie wollten keinem Komiker aufsitzen.

25.2.25 Schichtwechsel 18:00

Die gestern aufgefundene Person ist in der Klinik. Zustand stabil. Kommunikation nicht möglich. Erkenntnisse zu Identität liegen nicht vor. Keine weiteren Aktionen unsererseits.

Laut Rückmeldung der Polizei-Direktion wurde die Deutsche Botschaft benachrichtigt.

Der Fall ist damit für das XX. Polizeirevier abgeschlossen

Gezeichnet

P. Lawrow Oberinspektor

Ende der Meldung aus der Prawda 

Wie geht das Märchen weiter?

Mit Gottes Hilfe hat die gütige Fee das Trauma der Merkel, Baerbock und Strack-Zimmermann Heilungsversuche überstanden. Und sie ist auch noch nicht an Deutschland verzweifelt. Allerdings arbeitet sie vorsichtiger, indirekter. Sie ist bei ihrem Therapieversuch über sich hinausgewachsen. Sie hat Olaf Scholz von einer winterlichen Burg in Oberitalien träumen lassen. Von einem schneebedeckten Platz und einer jämmerlichen Gestalt, die sich in den Windschatten der Mauer drückt. Auf seiner morgendlichen Fahrt in den größten Regierungssitz der Welt, war Scholz über alle Maßen leutselig und erzählte dem überraschten Fahrer etwas von Pabst Gregor, einem König Heinrich und dem Geschichtslehrer Fridolin aus Osnabrück. Der gute Mann war ob dieses detaillierten Griffs in die Vergangenheit nicht wenig überrascht. Auch der nächste Tag begann ungewöhnlich. Bereits um 6:00 ging es zu einem abgelegen Militärflughafen.  Seitdem hat der Fahrer nichts von seinem Chef gehört. Leider liest er nicht die Prawda. Bestimmt hat die Fee auch die Polizisten an ihre Sorgfaltspflicht erinnert.  Wer weiß. Als Putin von der Sache hörte, schickte er einen Mann aus der zweiten Reihe in die Klinik und war wenig an Weiterem interessiert. Offensichtlich hat Merkel es geschafft ihm sein Faible für die Deutschen endgültig auszutreiben. 

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